Wie bereits berichtet, hatte die Mülheimer Wirtschaftsförderung in einer Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses am 14.1.2020 ihr Konzept für eine Ausweitung der Gewerbeflächen vorgestellt. Schon im Vorfeld hatte es dabei sehr viel Kritik gegeben an diesem einseitig an den Wirtschaftsinteressen orientierten Entwurf. Das Dezernat Umwelt, Planen und Bauen legte seinerseits in der Sitzung ein Gegenkonzept vor, das aus Sicht des SBV sehr viel ausgewogener ist und auch die Umweltbelange mitberücksichtigt. Der Ausschuss verständigte sich darauf, die Verwaltung zu beauftragen, eine Bewertungsmatrix zu erstellen, die alle relevanten Aspekte beinhalten sollte.

Inzwischen ist - wie den Presseberichten zu entnehmen war - der Entwurf zu dieser Matrix fertiggestellt und soll nun in den Gremien vorgestellt werden. Das mit dem Matrixverfahren erstellte Flächenkonzept soll auch die leer stehenden Industriebrachen mit berücksichtigen. Wie einem Bericht in der WAZ vom 9.7.2020 zu entnehmen ist, sollen die in Frage kommenden Flächen nach einem Punktsystem bewertet werden. Neben den bereits von der Wirtschaftsförderung genannten Flächen werden nun auch fünf brach liegende, teilweise untergenutzte Flächen mit in die Bewertung einbezogen.
Der SBV hat diesen Stand der Diskussion zum Anlass genommen, nochmal den zuständigen Dezernenten Dipl.-Kaufmann P. Vermeulen, die politischen Parteien und die Mandatsträger auf die Haltung des SBV in Bezug auf eine Gewerbeansiedlung auf den Selbecker Hochflächen hinzuweisen (siehe Anlage). Aus Sicht des SBV sprechen die  in unserem Schreiben vom 5.1.2020 formulierten Erkenntnisse und Argumente nach wie vor gegen eine Gewerbeansiedlung im südlichen Grüngürtel der Stadt. Der SBV wird darüber hinaus eine Unterschriftenaktion initiieren, um dem Anliegen der Selbecker Bürger den nötigen Nachdruck zu verleihen.

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