Der SBV hatte bereits mehrfach über das Konzept der Mülheimer Wirtschaftsförderung für die Ausweisung neuer Gewerbeflächen berichtet (siehe Beiträge auf der Homepage) und sich eindeutig gegen eine Gewerbeansiedlung auf den Selbecker Hochflächen ausgesprochen. Inzwischen hat sich auch eine Bürgerinitiative "Kein Gewerbegebiet in Selbeck" gebildet, die bereits eine Anwaltskanzlei mit der Vertretung ihrer Interessen beauftragt hat (siehe WAZ vom 17.7.2020). Die Bürgerinitiative hat darüber hinaus eine online-Petition gestartet, der sich alle Bürger, die sich für den Erhalt der Saarn-Selbecker Hochflächen als Lebensraum für Mensch, Tier und Artenvielfalt aussprechen, durch ihre Unterschrift anschließen können. Der SBV unterstützt ausdrücklich diese Initiative und wird die Selbecker Bürger weiter über die aktuelle Entwicklung informieren.

Dies ist um so wichtiger, da es bereits vor der Diskussion und Verabschiedung der Bewertungsmatrix offensichtlich Planspiele gab (siehe WAZ vom 9.7.2020), Kriterien und Gewichtungen wieder in Frage gestellt wurden. Dies legt die Vermutung nahe, dass man offenbar das Bewertungsschema so fassen möchte, dass die erwünschten Potentialflächen am Ende auch herauskommen. Befremdlich ist auch, dass Vertreter der SPD schon heute wissen, welche Flächen in Frage kommen und welche nicht. Die 70 ha große Fläche in Selbeck ist da ausdrücklick als Potentialfläche genannt worden. Wer soll jetzt noch glauben, dass der eingeleitete Prozess auf der Grundlage einer Bewertungsmatrix zu einem ehrlichen, sachlich fundierten und nachvollziehbaren Ergebnis führt (siehe auch Anlage 1).

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